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WBS und Grundsicherung: So finden Sie eine geförderte Wohnung

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Ein Wohnberechtigungsschein (WBS) berechtigt – vereinfacht gesagt – dazu, sich auf bestimmte öffentlich geförderte Wohnungen zu bewerben. Er ist keine Zusage des Jobcenters zur Übernahme der Miete und garantiert auch nicht, dass eine Wohnung verfügbar ist. Wer Grundsicherungsgeld bezieht, kann je nach Einkommen und Haushaltsgröße die Voraussetzungen für einen WBS erfüllen.

WBS und Jobcenter sind zwei getrennte Prüfungen

Für den WBS ist die örtliche Wohnraumförderstelle zuständig. Sie prüft insbesondere Einkommen, Haushaltsgröße und die zulässige Wohnungsgröße nach Landes- und Kommunalrecht. Das Jobcenter prüft dagegen, ob die konkreten Kosten der Unterkunft und Heizung angemessen sind und übernommen werden können.

Deshalb sollten Sie mit dem Wohnungsangebot beide Stellen auseinanderhalten: Erst WBS-Voraussetzungen bei der Wohnraumförderstelle klären, anschließend das konkrete Angebot beim Jobcenter einreichen. Unterschreiben Sie den Mietvertrag erst nach der erforderlichen Zusicherung des Jobcenters.

Welche Unterlagen werden oft verlangt?

Für einen WBS werden meist Identitätsnachweise, Einkommensnachweise und Angaben zu allen Haushaltsmitgliedern benötigt. Bei Grundsicherung können aktuelle Bescheide helfen, die Einkommenssituation zu dokumentieren. Die genaue Liste unterscheidet sich regional.

Für das Jobcenter gehören in ein Wohnungsangebot regelmäßig Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten, Wohnfläche, Zimmerzahl, Einzugsdatum und Kontaktdaten des Vermieters. Fragen Sie vorab nach dem örtlichen Formular.

Vorteile und Grenzen

Geförderte Wohnungen können eine bezahlbare Option sein, besonders in angespannten Wohnungsmärkten. Ein WBS ersetzt aber keine Wohnungsbewerbung, keine Vermieterzusage und keine Prüfung von Kaution oder Umzugskosten. Auch eine Wohnung mit WBS kann für das Jobcenter zu teuer sein, wenn die örtlichen Angemessenheitswerte überschritten werden.

FAQ

Bezahlt das Jobcenter jede WBS-Wohnung? Nein. Das konkrete Angebot muss nach den Jobcenter-Regeln angemessen sein.

Ist der WBS bundesweit gültig? Die Gültigkeit und Nutzung richten sich nach den jeweiligen landesrechtlichen und kommunalen Regeln.

Brauche ich einen WBS für jede Sozialwohnung? Für viele geförderte Wohnungen ja, aber die Vermieter entscheiden, welche Nachweise gelten.

Kann ich zuerst den Mietvertrag unterschreiben? Besser nicht. Holen Sie die Jobcenter-Zusicherung vorher ein.


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Quellen und Hinweis

Stand: 25. August 2026. Der Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Örtliche Richtwerte und der konkrete Bescheid des Jobcenters sind maßgeblich.